(Patienteninformation – Vorabinformation)

 

Schilddrüsenautonomie               

 

Bei einer (latenten) Hyperthyreose bzw. Autonomie handelt es sich um eine Schilddrüsenüberfunktion bzw. um eine Neigung hierzu, in der Regel ausgelöst durch Schilddrüsenknoten.


Durch eine stark erhöhte Iodzufuhr kann eine Hyperthyreose verschlechtert bzw. bei Autonomie eine Schilddrüsenüberfunktion ausgelöst werden.
Eine stark erhöhte Iodzufuhr sollte deshalb vermieden werden.

Hiermit gemeint sind iodhaltige Medikamente, auch äußerlich anzuwendende Mittel wie iodhaltige Augentropfen oder iodhaltige Salben. Auch sonst harmlose Medikamente, z.B. Multivitamin- und Spurenelement-Präparate oder Fischöl-Kapseln können Iod enthalten. Ob in einem Medikament Iod enthalten ist, steht auf der Schachtel oder im Beipackprospekt.

Außerdem muß iodhaltiges Röntgenkontrastmittel vermieden werden (Gefäßdarstellung, Computer-Tomographie mit Kontrastmittel,
Kontrastmitteldarstellung der Nieren u.a.).

Nahrungsiod, z.B. in Seefisch, sowie iodiertes Speisesalz spielen dagegen keine wesentliche Rolle, auch nicht ein Aufenthalt am Meer. Allerdings sollte dann der Verzehr sehr großer Mengen von Seefisch und Muscheln vermieden werden. Auch die Einnahme von Algen oder Algenpräparaten ist zu vermeiden.

Ist eine Iodgabe (z.B. Kontrastmittel) aus medizinischen Gründen erforderlich, bitten wir um telefonische Rücksprache. Ggfs. kann dann die Schilddrüse vorübergehend mit Medikamenten für eine Iodaufnahme blockiert werden.

Falls es unbeabsichtigt zu einer erhöhten Iodzufuhr gekommen ist, muß die Schilddrüse etwa 2-3 sowie 6-8 Wochen danach kontrolliert werden, da eine
mögliche Funktionsstörung erst nach einer gewissen Zeit auftritt.

Sobald die Hyperthyreose bzw. die Autonomie beseitigt ist, muß auf die Vermeidung einer erhöhten Iodzufuhr nicht mehr geachtet werden. Bitte beachten Sie, dass dies im Falle der Radioiodtherapie erst nach 3 Monaten der Fall ist.