(Patienteninformation – Vorabinformation)

 

Feinnadel-Aspirationspunktion der Schilddrüse  

 

 

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

 

Bei Ihnen ist eine Feinnadelpunktion der Schilddrüse erforderlich.

 

Die Feinnadelpunktion, durchgeführt mit einer sehr dünnen Nadel, ist eine einfache und ungefährliche Untersuchungsmethode. Sie liegen hierbei auf der Ultraschall- Liege. Die Punktion dauert nur wenige Sekunden und ist meist weniger schmerzhaft als eine venöse Blutabnahme (Ausnahme Thyreoiditis de Quervain). Nach der Punktion müssen Sie die Punktionsstelle mit einem Tupfer noch 5 Minuten abdrücken, nach Punktion größerer Zysten ggfs. 20-30 Minuten lang.

 

 

Foto joshya/fotolia.com

 Die Untersuchung der bei der Punktion gewonnenen Zellen (Zytologie) dauert bis zu 2 Wochen. Seien Sie also nicht beunruhigt, wenn der zytologische Befundbericht erst später beim Hausarzt eintrifft.

 

Wann ist eine Feinnadelpunktion angezeigt?

 

Punktiert werden sollten sonographisch oder szintigraphisch verdächtige Knoten, ggfs. auch bei Verdacht auf Schilddrüsenentzündung. Schilddrüsenzysten können zur Entlastung punktiert werden. In szintigraphisch "kalten Knoten" ist die Häufigkeit bösartiger Veränderungen mit 3 - 5 % niedrig; die Punktionszytologie dient hier vor allem dem Ausschluss eines bösartigen Prozesses zu Ihrer Beruhigung. Ggfs. sind hier auch weitere szintigraphische Spezialuntersuchungen erforderlich.

 

Vorteile der Feinnadelpunktion

 

Gesteigerte diagnostische Sicherheit, Entlastung von Zysten. Für den Patienten nicht belastender als eine Venenblutentnahme.

 

Nachteile der Feinnadelpunktion

 

Selten kann sich ein kleiner lokaler Bluterguss (Hämatom) an der Punktionsstelle bilden, vor allem dann, wenn die Punktionsstelle anschließend nicht ausreichend abgedrückt wurde. Ein solches Hämatom ist ungefährlich und bildet sich in wenigen Tagen zurück. Eine lokale Entzündung ist sehr selten. Eine Verschleppung von Tumorzellen wurde nie beobachtet.

 

Hinweis: Sollten Sie an einer Gerinnungsstörung leiden oder sog. Antikoagulantien (z.B. Marcumar, andere gerinnungshemmende Medikamente) einnehmen, verbietet sich meist eine Feinnadelpunktion (Ausnahme: Aspirin in niedriger Dosis).

>>> zurück